Klein, blond und in viel zu engen Hosen stolziert eine Gruppe vielleicht 12- oder 13jähriger Mädchen von der Straßenbahnhaltestelle in Richtung ihrer Kinderzimmer. Die drei Mädels sind aufgeregt – noch wird nicht ganz klar warum. Das Scheppern eines blechernen MP3-Klingeltons bringt Klarheit. Die kleinste und blondeste der drei Grazien – zu allem Überfluss entblößt sie auch ihre Nierengegend und die zu enge Hüftjeans lässt ihren Babyspeck über die Gürtellline quellen – röhrt in ihr Telefon: “Ick bin so sauer. Zehn Euro musst ick bezahln. Ick bin bei Rot über die Ampel gegangen, aber neben mir ging nochn’ alter Mann rüber, aber der musste nüscht bezahln. Die scheiß Schweriner Bullen sind so kinderfeindlich, die Fotzen.” – lässt sie ihren Gesprächspartner und die Straße wissen.
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