Der Arsch von Til Schweiger war schon immer unerreichtes Vorbild vieler Freizeit-Gymnastiker in nach Schweiß und billigem Duschgel stinkenden Muskelpumpstationen – der Hintern von Nora Tschirner könnte Ansporn für viele Hobby-Sportlerinnen werden. Beide Hinterteile bewunderte ich im Ahlbecker Clubkino. ‘Keinohrhasen’ flimmerte über die Leinwand. Ein beflissener Herr im gemusterten Hemd servierte Bier und Chips dazu. Die Spätvorstellung ist Rauchervorstellung und so wurde der Kinosaal im ehemaligen Haus der Erholung zum spätsonntäglichen Wohnzimmer. Entsprechend ungeniert ging es in der Sitzreihe von A., M. und miescha zu. Lauthals lachend, Bier trinkend, mit Chips raschelnd, fiel die nur mäßige Schauspielleistung von Nora Tschirner gar nicht mehr ins Gewicht. M. und m. waren sich dann schließlich auch einig, dass die blonde Kindergärtnerin-Kollegin viel besser geschauspielert hatte, obwohl Nora Tschirner deutlich mehr Attraktivitätspunkte sammeln konnte. Was aber nicht an den Nacktauftritten lag – irgendwann ist so ein Jugendtraum eben auch nur noch eine Szene in einem lustigen Film. Ja huch – da isse ja schon wieder nackig. Naja. Nackig eben, das hübsche Ding und pullern muss die auch mal. Dieses bebrillte Getue vom halbwegs hässlichen Entlein zur sexuell befreiten und daher deutlich attraktiveren Mittzwanzigerin hatte Charme, mainstreamigen, bisweilen süß-klebrigen, Charme. Ein hübscher Abend also mit hübschen Ärschen auf der Leinwand und davor.
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