Andrea Ypsilanti ist einem so genannten “Spaß-Telefonat” des niedersächsischen Privatsenders ffn auf den Leim gegangen, sie wollte das Gespräch nicht freigeben, ihr Fraktionsgeschäftsführer Mende hat die Ausstrahlung dann endgültig untersagt. Das Gespräch tauchte aber einen Tag später in einer durchproduzierten Version bei You Tube und anderen Videoportalen auf. Soweit so bekannt.
In einschlägigen Foren wie diesem wird eifrig über das Telefonat und seine Veröffentlichung debattiert. Den dämlichsten Beitrag lieferte allerdings am 19.09. ein Mann, der es eigentlich besser wissen müsste. Christoph Lemmer, Radiojournalist in Berlin, drückte sich ein buntes Potpourri aus Halbwissen und politischer Meinungsmache aus dem Rücken. Reichweitenstark, die Internetseite Radioszene.de wird stark von Radiomachern und -hörern frequentiert.
Nach der Lektüre des Artikels habe ich mich gefragt, wie er wohl reagierte, wenn man ihn telefonisch danach fragte, ob er die süße Senderchefin damals wirlich gebumst habe, um den Job als Nachrichtenchef zu bekommen und die Antwort dann so breit wie möglich veröffentlichte. Oder nach den demokratischen Prinzipien in Redaktionen von Privatsendern oder seinem Parteibuch oder seinen Gehaltsverhandlungen, dem Gesundheitszustand seiner kranken Mutter, seiner Bewerbung bei einem anderen Sender, obwohl er noch festangestellt ist….Das ließe sich beliebig lange fortsetzen…