Schweigegeld

Man braucht nur Geld, um Menschen in Deutschland zum Schweigen zu bringen, fatale Mafiamethoden sind völlig unnötig. Mit Geld kann man nämlich zu Anwälten gehen, um einen Journalisten oder Blogger zum Schweigen zu bringen. Der von mir geschätzte Kollege Stefan Niggemeier beschreibt das hier ausführlich und sehr gut verständlich.

Stefan Niggemeier soll nun selbst mit Geld zum Schweigen gebracht werden. Denn die Diözese Regensburg der katholischen Kirche ist zu einem Anwalt gegangen und hat Stefan Niggemeier über den Anwalt dazu aufgefordert, Zitat:  ”eine Unterlassungserklärung abzugeben und nicht mehr den Eindruck zu erwecken, die Kirche habe sich das Schweigen der Opfer eines Pfarrer erkauft. Dies habe ich nach Ansicht des Anwaltes dadurch getan, dass ich in diesem Eintrag drei Passagen aus der Berichterstattung des „Spiegel” und dem Internetangebot regensburg-digital.de über den Vorfall damals zitiert habe, gegen die die Diözese beim Landgericht Hamburg einstweilige Verfügungen erwirkt hat.”

Die Unterlassungserklärung ist kostenpflichtig – für Stefan Niggemeier.Er will die Unterlassungserklärung nicht abgeben und vor Gericht ziehen.

Kommentar:

Ich finde das Vorgehen der Diözese Regensburg skandalös. Hier wird offenbar versucht Berichterstattung mit juristischen Mitteln zu unterbinden. Ich werde Stefan Niggemeier daher, wenn nötig auch finanziell, unterstützen und fordere hiermit auch die Leser dieses Blogs auf, Stefan Niggemeier zu unterstützen, damit die Presse- und Meinungsfreiheit vor Gericht verteidigt werden können.

Über miescha

Seit 30 Jahren mit offenen Augen und Ohren durch die Welt.
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Eine Antwort auf Schweigegeld

  1. Trendy sagt:

    Es ist wirklich traurig das jeder die Meinungsfreiheit mit den Füßen treten darf und erst mal kostenpflichtige Abmahnungen versenden darf um Blogger einzuschüchtern. Denn ich glaube bei denen ist dies ein größeres Problem als bei Berufsjournalisten, die hier ja eine Berufsrechtsschutz abschließen können, welche die Kosten tragen (gehe ich jetzt mal von aus das dies der Fall ist) Blogger allerdings haben diese Möglichkeit nicht und müssen alle Kosten selber tragen, weswegen viele Abmahnungen von den Bloggern und anderen Privatpersonen hingenommen werden, da sie sich eine rechtliche Auseinandersetzung nicht leisten können.

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