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	<title>miescha.de &#187; Persönliches</title>
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	<description>[ erwarte das Leben ]</description>
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		<title>Schlagt sie tot, die Menschenwürde! Kindermörder verstecken sich dahinter!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 09:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Polemik nach schlafloser Nacht und Alpträumen von blindwütigen Mobs.

Ich finde es unerträglich wie mein Kollege Uwe Nesemann von der Ostsee Zeitung, stellvertretender Chefredakteur der Lübecker Nachrichten, das Entschädigungsurteil für den Kindesmörder Markus Gäfgen in der Ostsee Zeitung kommentiert. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Polemik nach schlafloser Nacht und Alpträumen von blindwütigen Mobs.</p>
<p>Ich finde es unerträglich wie mein Kollege <a href="http://www.luebecker-nachrichten.de/index/tageszeitung/ln-hauptredaktion.html" target="_blank">Uwe Nesemann</a> <del>von der Ostsee Zeitung</del>, stellvertretender Chefredakteur der Lübecker Nachrichten, das Entschädigungsurteil für den Kindesmörder Markus Gäfgen in der Ostsee Zeitung kommentiert. Erst schiessen, dann fragen und weil keine Antwort kommt, gleich noch eine Kugel hinterher &#8211; so fasse ich den Kommentar für mich zusammen. Mit der Überschrift &#8220;Blinde Justitia&#8221; titelt Nesemann einem bierseligen Spielfeldrand-Schreihals gleich, der &#8220;Schiri, du blinde Sau!&#8221; über den Platz brüllt, weil ihm eine Entscheidung des Unparteiischen nicht passt.</p>
<p>Schon im ersten Satz entlarvt sich Nesemann, wenn er schreibt &#8220;Manchmal liegen die Dinge ganz einfach.&#8221; Ja, Herr Nesemann, nur manchmal liegen die Dinge ganz einfach. Wenn Sie Hunger haben, essen Sie. Wenn Sie auf den Topf müssen, gehen Sie. Vor Gericht werden aber keine unmittelbaren Bedürfnisse befriedigt. Dafür sind Gerichte nicht da. Dort wird verhandelt, bevor entschieden wird. Da liegt nichts einfach.</p>
<p>&#8220;Dann gibt es klare Trennlinien und die Wahrheit trägt ein lupenreines Gewand. Aber bisweilen ist es auch ganz anders, Begriffe wie richtig und falsch verlieren an Sinn und lassen sich auch mit zeitlichem Abstand nicht problemlos einordnen.&#8221;, schreiben Sie weiter. Soso. Die blinde Justitita hat sich also den Latz bekleckert, nein das ganze wallende Gewand eingesaut, weil Recht gesprochen wurde, dass sich auf Artikel 1 des Grundgesetzes beruft? &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar.&#8221;, heißt es dort, Herr Nesemann. Das ist richtig. Falsch ist es, Ausnahmen davon einführen zu wollen, wie sie es implizieren. Die Würde eines Menschen ist nicht ausnahmefähig, auszusetzen oder nach willkürlichen Bauchgefühlen einzuschränken. Rachedurst wird vor deutschen Gerichten nicht gestillt. Es ist ihnen hoffentlich möglich, mit zeitlichem Abstand einzuordnen, dass das Grundgesetz die Lehre aus anhaltender Willkür ist und alle Menschen vor selbiger schützen soll. Im Artikel 1 steht nämlich noch mehr. Das sollten Sie sich einmal in zeitlicher Nähe in den Terminplan zum Selbststudium einordnen: &#8220;Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&#8221; Diese Staatsgewalt trat dem Gewalttäter Gäfgen in Form von Polizeibeamten gegenüber und drohte gewalttätig zu werden. Eine klare Verletzung des Artikel 1.</p>
<p>Sie schreiben: &#8220;Der Kindesmörder Magnus Gäfgen, der 2002 einen Elfjährigen entführt und getötet hat, bekommt 3000 Euro Entschädigung, weil man ihm im Verhör Schmerzen angedroht hat.&#8221; Diese heimtückische Aufrechnung, die Sie hier aufmachen, suggeriert, dass mit dem Urteil die festgestellte Schuld Gäfgens relativiert wird. Die Verurteilung Gäfgens als Kindesmörder und das Urteil über die Entschädigungszahlung haben aber nichts miteinander zu tun. Machen Sie sich doch einmal die Mühe, nicht nur den Herzschlag des Stammtischs ihrer Lieblingskneipe abzuhören &#8211; ein finstres Loch muss das sein &#8211; und lesen Sie die <a title="PM des LG FFM zum Gäfgen-Urteil" href="http://bit.ly/r0yBz9" target="_blank">Pressemitteilung des Landgerichts Frankfurt</a> dazu.</p>
<p>Das hätten Sie auch schon vor der Niederschrift des folgenden Satzes tun sollen. &#8220;Ein Urteil, das richtig sein mag, das aber immer noch für Kopfschütteln, Wut und Zorn sorgt im Lande.&#8221; Wut und Zorn empfinde ich bei dem Gedanken daran, dass ein Polizist nicht nur Folter androht sondern schon Vorbereitungen dafür getroffen hat. Das hat das Gericht beweiskräftig festgestellt. Das hessische Innenministerium hat von den Foltervorbereitungen gewusst und diese gebilligt. Fürchterlich. Erschreckend. Deswegen IST dieses Urteil richtig und ihre Einschränkung &#8220;mag&#8221; unerträglich.</p>
<p>Forken, Dreschflegel und Teereimer halten Sie vielleicht in ihrer Redaktionsstube ja schon bereit, um als Schreihals mit dem Mob mitzumarschieren, der sich zum Beispiel in den Leserbriefspalten der Bild-Zeitung und einem facebook-Diskussionsfaden der Tagesschau versammelt hatte, um der blinden Justitia das Tuch von den Augen zu reißen, ihr die Waage aus der Hand zu schlagen und die ob so überzeugend vorgetragener Argumente am Boden Liegende, zur Korrektur ihres Spruchs aufzufordern.</p>
<p>&#8220;Nüchtern betrachtet beweist dieses Urteil, dass bei uns wirklich alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Selbst ein Mörder hat Rechte, Justitias Augen sind verbunden.&#8221; Soviel Einsicht habe ich schon gar nicht mehr erwartet. Meine Erleichterung bekam aber ihren bäuerlich-argumentativen Dreschflegel zu spüren. &#8220;Aber muss sie deshalb blind sein?&#8221;, fragen Sie. Ja, Herr Nesemann, sie muss. Sonst blinzelt Sie auch bei Ihrem nächsten Gerichtstermin unter dem Tuch hervor und liest womöglich ihren Kommentar. Wenn sie dann vor Wut zittert, hält Justitia die Waage nicht mehr ruhig und das Schwert in ihrer Hand bewegt sich.</p>
<p>&#8220;Dass das Urteil im Namen des Volkes gefällt wurde, klingt absurd.&#8221;, meinen Sie. Ich finde es absurd, wie Sie hier die berühmten Äpfel und Birnen miteinander verwechseln und sich dann darüber beschweren, dass das entstandene Mus nicht schmeckt. Zum Glück besteht das Volk, in dessen Namen Recht gesprochen wird, nicht nur aus bauchgefühlsbewegten Schreihälsen deren fadenscheiniges Mäntelchen in der vermeintlichen Windrichtung flattert. Diese Gleichmacherei, die Sie damit implizieren, geht mir gegen mein freiheitliches Verständnis dieses Landes. Ich lasse mich nicht von Ihnen vereinnahmen. Das Gäfgen-Urteil wurde auch in meinem Namen gesprochen und ist in meinen Ohren ein  kämpferisches Lied für die Gleicheit aller vor dem Gesetz und der Unverbrüchlichkeit der Menschenrechte.</p>
<p>Herr Nesemann, sie versteigen sich im letzten Abschnitt so sehr, dass mir eine Rettung unmöglich erscheint. &#8220;Gäfgen stünde eine Entschädigung zu, weil seine Würde verletzt wurde, heißt es. Würde &#8211; das ist ein so großes Wort.&#8221;, werfen Sie ihre Nase hoch und blubbern diese unerträglichen Sätze. Menschenwürde ist ein Grundrecht, &#8220;höchstes Verfassungsgut&#8221;, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Menschenwürde ist keine hohle Phrase, zu der Sie sie mit ihrem Kommentar machen. Wenn Ihnen die Grundrechte ausnahmefähig erscheinen, bezahle ich gern einen Anteil an ihren Reisekosten zu einer Bildungsreise in den Iran, nach Nordkorea oder Saudi-Arabien.</p>
<p>&#8220;Seine Würde hatte Gäfgen weggeworfen, als er den kleinen Jakob tötete.&#8221;, tönen Sie. Ihren journalistischen und staatsbürgerlichen Sachverstand haben Sie vor der Niederschrift des Kommentars offenbar in den Papierkorb neben ihrem Schreibtisch entsorgt. Ich hoffe sehr, dass die Reinigungskräfte in ihrer Redaktion erst heute Abend wieder arbeiten. Dann hätten Sie die Chance, beide noch zu retten.</p>
<p>Nachtrag 13:55Uhr: Uwe Nesemann ist stellvertretender Chefredakteur der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Nachrichten#Verlag" target="_blank">Lübecker Nachrichten</a>. Das wusste ich bis eben nicht und habe es deswegen oben korrigiert. Der Mantelteil der Ostsee Zeitung, in der ich den Kommentar gestern gelesen habe, wird in einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ostsee-Zeitung#Verbreitung_und_Wettbewerb" target="_blank">gemeinsamen Redaktion</a> von Lübecker Nachrichten und Ostsee Zeitung produziert. Alle Links im Text habe ich eben eingefügt. Ein Link auf den ursprünglichen Kommentar ist nicht möglich, da das Archiv der Ostsee Zeitung kostenpflichtig ist.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.miescha.de/?flattrss_redirect&amp;id=1117&amp;md5=46ea26105dc8771b5fd4445e072316d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.miescha.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frühlingsspaziergang vorpommersch</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 18:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Kraniche stehen auf einem Feld, in Sassen brennen Mülltüten auf einem der vorpommerschen Frühlingsfeuer. In Loitz torkelt ein Mann mittleren Alters hinter der Sparkasse entlang. Eigentlich hatten wir bei "Anni's Eis" sonntägliche Erfrischung an diesem frühen Frühlingstag schmecken wollen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kraniche stehen auf einem Feld, in Sassen brennen Mülltüten auf einem der vorpommerschen Frühlingsfeuer. In Loitz torkelt ein Mann mittleren Alters hinter der Sparkasse entlang. Eigentlich hatten wir bei &#8220;Anni&#8217;s Eis&#8221; sonntägliche Erfrischung an diesem frühen Frühlingstag schmecken wollen. Jetzt fallen auch die vier jungen Männer wieder auf, die mit Wegbieren in der Hand und szenetypischer Kleidung als nationale Ortsstreife an uns vorbeipatrouillierte. Vor dem Kauf mehrerer Tüten Softeis begrüßt uns dann auch noch der Frakturschriftzug &#8220;Pommern &#8211; Land am Meer&#8221; von einem großen Busen, der sich in der Mitte zwischen blondiertem Haar und Lippenpiercing und zu enger schwarze Hose über Springerstiefeln wölbt. Das köstlich Eis an diesem Frühlingstag genießen wir ein paar Minuten später auf dem Parkplatz vor der Sparkasse, ein junges Paar setzt sich auf die Flechtdraht-Sitze unter einem kleinen Nadelbaum und beginnt fingerzeigend zu lästern als wir uns wieder ins Auto setzen.</p>
<p>Wir fahren in Richtung des Kirchturms durch die enge Hauptstraße, begleitet von leeren Fensterhöhlen und Schaufenstern, gerahmt von grauem Putz. &#8220;Kirche offen&#8221; verspricht ein roter Schriftzug auf weißem Grund am Zaun des Kirchhofs. Das Schloss der Tür zur weißen Marienkirche bricht das Versprechen. Eine eng bedruckte Tafel erzählt deutsch, englisch, schwedisch und polnisch die Geschichte und bleibt nicht in Erinnerung. Das Schiff der Kirche ist ungewöhnlich lang, in den Schatten der Kirche drängen sich hübsche, zweigeschossige Häuser.</p>
<p>Durch den Rest des Steintors schauen wir vor die Stadt, ein Star knattert jenseits des alten Stadtgrabens die kleine Steigung zur Hauptstraße hoch. Vorbei am Geländer drücken wir uns über die gesperrte alte Brücke vor die Altstadt. Wir folgen dem mottrigen Weg entlang des Grabens, links die Rückseiten der Stadthäuser mit kleinen Gärten, Schuppen und wachsamen Hunden. Rechts eine Ansammlung von Zäunen und mit schwarzer Dachpappe gedeckten, aus Altholz und Fensterrahmen zusammengenagelter Hühner- und Hundeställe. Ein kleines, handgemaltes Schild weist auf &#8220;Pachtland&#8221; hin. Reste der winterlichen Peene haben das Pachtland in einen grün-grauen Pachtsumpf verwandelt. Eingeklemmt zwischen zwei Trampelpfaden und Zäunen harrt das kleine Stück eines neuen Pächters.</p>
<p>Rechts schimmert durch eine Baumreihe die Peene. Braungrüngrau liegt sie zwischen Erlen, beschienen von einer faheln Sonne hinter hohen Wolken. Der Weg am Graben biegt nach links, der Graben endet in einem grauen Rohr über das ein weicher, schwarzer Weg zu einer großen Baustelle führt. Über den Fluss führen zwei metallene Treppenstiegen, die in einiger Höhe in einen Stahlträgerkäfig münden. Der Brückenboden ist aus hölzernen Bohlen gezimmert, die Brücke schwingt in unserem Gleichschritt als wir über die Peene gehen. Im Spiel des Lichts scheint das Wasser in Richtung Demmin davon zufließen, Schilfhalme, eine Flasche und graue Bläschen schwimmen dem Anschein entgegen, hinzu dem großen roten Speicher auf der anderen Seite in Richtung Anklam.</p>
<p>Die Baugruben am städtischen und jenseitigen Ufer wecken das Interesse der mitgereisten Historiker. Wie alt mögen die Bohlen sein, die dort schlammverkrustet neben der mit stählernen, rostig-stumpfen Spundwänden gesicherten Baugrube liegen? Die fest vermörtelten, rot leuchtenden Backsteine im Baufeld Stadtufer aus dem Fundament der alten Drehbrücke, die hier einst stand werden eingehend untersucht. An der Bauabsperrung stehen derweil drei ältere Herren. Einer groß, mit schiefen Zähnen, rot-violettem Gesicht und blauem Handwerkerdrillich, einer klein, grau im Gesicht mit blauer Schiffermütze, einer gedrungen, feiste Backen, viereckige Brille und Halbglatze ins Gespräch vertieft. Sie müssen sehr alt sein, denn sie sprechen von der Arbeit als Steinhauer, die sie hier am Brückenfundament verrichtet haben wollen.</p>
<p>Am städtischen Peene-Ufer ist die alte Kaikante neu gebaut worden. Schlichte Nachwende-Betonästhetik am Wasserrand und dem Pflaster des Weges. Parallel zum Ufer, dann einer neunzig Grad Linkskurve folgend, wird der Verkehr von der neuen Straßenbrücke abfließen. Am großen alten Speicher vorbei fließt die Peene, die Kaikante nur noch touristisch, Getreide wird hier schon lange nicht mehr verladen. Die Peene wälzt sich bald nach rechts, alte Bootshäuser folgen ihrem Lauf. Wir sehen den alten, herausgeputzen Bahnhof der Stadt. Preußischer Standardbahnhof vom Beginn des 20. Jahrhunderts, links der alte Güterschuppen, in der Mitte das Hauptgebäude, rechts das Café. Davor die Treppe hinab zur städtischen Marina. Kein Gleis führt mehr hierher, dafür Radwanderkarten und die Tür zu Kaffee und Kuchen ist auch jetzt schon in der Vorsaison geöffnet.</p>
<p>Die Gleise führten einst auch zur Stärkefabrik, die schloss 1999. Gras sprießt aus Betonflächen, Lagerhallen verfallen beim Zuschauen. Dem alten Bahndamm folgen wir wieder in die Stadt und suchen ein ganz besonderes Haus, vorbei an einer bunten Graffitti-Diskussion über Rechtsextremismus, den Widerstand dagegen und die politischen Lager der Stadt. In der Heilgeiststraße finden wir das Haus. Aufgeschichtet aus Feldsteinen, die Eingangstür alt-rot und wohl noch aus dem Barock. Die Geschosse sind höher als bei den anderen Ackerbürger-Häusern der Stadt. Es hat sich anscheinend schon jemand an einer Sanierung versucht, die Fenster sind noch jung, ein Blick ins Innere des Hauses zeigt Arbeitsspuren, die an alten Kachelöfen vorbeiführen. Schafe blöken ein paar Meter weiter. Mitten in der Stadt stehen 4 graue und ein schwarzes Schaf auf einem Stück Brachland. Der Schafsbesitzer rollt in einem blauen Twingo auf den sandigen Stellplatz neben der kleinen Brachlandkoppel. Der kleine Schafbock nimmt Anlauf, der Schäfer hebt seinen Fuß, wendet die Schuhsohle dem heranspringenden Nock entgegen und lässt ihn gegen die Sohle prallen. Der Schäfer lacht, der Bock nimmer wieder Anlauf.</p>
<p>In der Breiten Straße, nur wenig weiter, eine ganze Häuserzeile leer, zwei Häuser fehlen schon, eine Lücke ist zum Parkplatz geworden. Ein Kaufhaus, ein Lebensmittelgeschäft und ein Schuhhändler waren hier einmal. Der Historiker weist darauf hin, dass hier ein Haus auf ein älteres gebaut wurde. Das Balken-X des älteren Hauses steht mitten in der Hauswand, rundherum weitere schwarze Balken bis zum meterweit höher liegenden Dach. Eine blassblaue Tür führt über dem Erdgeschoss direkt in die Luft der Parkplatzlücke. Die Fenster auf den Rückseiten der Häuser stehen offen, das Fachwerk hat Löcher und Spatzen fliegen aus und ein.</p>
<p>Gegenüber steht ein graues, unscheinbares, zweigeschossiges Haus zum Verkauf. Vier Familien könnten darin Platz finden, es macht noch einen ordentlichen Eindruck. 5000,- Euro soll es kosten, das steht im Aushangkasten vor dem Rathaus. Dieses Rathaus ist eines der wenigen Schmuckstücke im Ort, am gepflegten Marktplatz steht es in weichem orange-weiß als ehrwürdig-fröhlicher Farbklecks in der sonst so grauen Stadt. Auf dem Rückweg durch Sassen kündet eine schwarze, steil aufsteigende Rauchsäule davon, dass noch Müllsäcke im Feuer liegen. Die Kraniche stehen nicht mehr auf dem Feld.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.miescha.de/?flattrss_redirect&amp;id=1060&amp;md5=63e0d93513dc740d74f51c8aaacc8905" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.miescha.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fortbildung im Wartesaal</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 10:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Warten ins Regal gegriffen und Sex gefunden. <a href="http://blog.miescha.de/index.php/2010/12/10/fortbildung-im-wartesaal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_922" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><a href="http://blog.miescha.de/wp-content/uploads/2010/12/Fengler-Fortbildung.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-922 " title="Fengler Fortbildung" src="http://blog.miescha.de/wp-content/uploads/2010/12/Fengler-Fortbildung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Bei der Fortbildung erwischt (klicken für Großbild)</p></div>
<div>Gestern Abend las Dieter Moor in Rostock aus seinem Buch &#8220;Was wir nicht haben brauchen Sie nicht.&#8221; Während ein befreundeter Kollege auf das richtige Motiv wartete, stöberte ich im Bücherregal neben mir und fand Fortbildungsmaterial. Das besagter Kollege auch an diesem Motiv Gefallen gefunden hat, stellte sich dann heute morgen heraus.</div>
<div>Seite 62 ist besonders interessant. Da geht es um &#8220;Sexual Attitude Restructuring&#8221;. Anscheinend kann man lernen, vorurteilsfrei über alle Spielarten der Sexualität zu sprechen.</div>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.miescha.de/?flattrss_redirect&amp;id=921&amp;md5=56fdaf37448f26a7f1470b1dd974e4b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.miescha.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Pawlowsche Reporter</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 13:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Reporter sich an einem Fakt festbeißt und das Wichtigere darüber vergisst. <a href="http://blog.miescha.de/index.php/2010/11/25/der-pawlowsche-reporter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Innenminister kommt und will mit den Bürgerschaftsfraktionen und dem Oberbürgermeister über die Schuldensituation der Stadt und einen Weg aus dem Dispo sprechen. Vor der Sitzung gibt sich der Minister als Friedensengel. Große Teile der Bürgerschaft und der OB können sich nämlich nicht richtig leiden. Die Sitzung läuft hinter verschlossenen Türen. Die Neugier ist groß, die Sendeplätze sind bestimmt. Dann sickert durch: Der OB will in großem Stil kommunale Wohnungen über 8 Jahre verteilt verkaufen. Den Vorschlag habe er ganz einsam ersonnen, sich mit niemandem dazu abgestimmt. Das Reporterherz schlägt schneller, denn der OB stellt sich mit seinem Vorschlag weiter konsequent gegen die Bürgerschaft. Die Finger kribbeln, das journalistische Blickfeld wird eng. So eng, dass aus dem Blick gerät wie wichtig jetzt ein Gedanke an den selbsternannten Friedensengel aus dem Innenministerium wäre. Der sprach viel von Gemeinsamkeiten, die man habe, der Aufsicht, die er führe und dem Willen das Heft des Handelns in Rostock zu belassen, wenn, ja wenn sich Oberbürgermeister und Bürgerschaft zusammenrauften. Gleichzeitig sagt er im Saal aber, dass es keine heiligen Kühe geben dürfe und es &#8216;Vermögensaktivierung&#8217; geben müsse. Der Friedensengel spieltein doppeltes Spiel, das fällt aber nicht mehr auf, weil der OB, der schon so lange auf Konfrontation setzt wie es die Bürgerschaft auch tut, die Wohnungsgesellschaft drastisch schrumpfen will. Und so wird die Geschichte nach der Sitzung schmal, beschränkt sich auf den Wiro-Aspekt. Reaktionen und Einschätzungen prägen die Texte. Der Innenminister spielt nur noch als Staffage eine Rolle. Mist. Eine ganze Ebene voller spannender weiterer Aspekte ist hinten runtergefallen. 11 Stunden danach wird aus dem Eifer Ärger, denn der Reflex hat die Ratio ausgeschaltet. Eine spannende, facettenreiche Geschichte ist nicht von mir erzählt worden. Das hat dann zum Glück mein Kollege Carsten Klehn noch gemacht.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.miescha.de/?flattrss_redirect&amp;id=901&amp;md5=b1fc452f2c1bd8d75d04b5281b265e8a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.miescha.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wieder da</title>
		<link>http://blog.miescha.de/index.php/2010/10/29/wieder-da/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 06:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[miescha.de lebt wieder. <a href="http://blog.miescha.de/index.php/2010/10/29/wieder-da/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>miescha.de war verwaist und geht heute wieder online. Ich bin zurück nach Rostock gezogen, habe ein Ferstudium aufgenommen und arbeite jetzt als Reporter für den NDR. Mein Skizzenblog wird deswegen künftig auch stärker auf das konzentriert, was in Rostock und Umgebung passiert. Ich wünsche wieder fröhliches  Lesen und bitte herzlich um Kommentare.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.miescha.de/?flattrss_redirect&amp;id=898&amp;md5=fba22da3614b414ac572c12d4fa226de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.miescha.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Öko-Käse-Käse</title>
		<link>http://blog.miescha.de/index.php/2010/08/05/oko-kase-kase/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 11:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich nur frühstücken, aber vor lauter Lachen habe ich nichts runterbekommen. Nachdem ich mich beruhigt hatte, schmeckte der Öko-Käse-Käse dann aber sehr gut.



Der Käse ist von demeter ausgezeichnet worden, denn bei einer Kundenbefragung wurde der Mondkäse zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich nur frühstücken, aber vor lauter Lachen habe ich nichts runterbekommen. Nachdem ich mich beruhigt hatte, schmeckte der Öko-Käse-Käse dann aber sehr gut.</p>
<div id="attachment_869" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="http://blog.miescha.de/wp-content/uploads/2010/08/030820106791.jpg"><img class="size-large wp-image-869  " title="Andechser Öko-Käse-Käse" src="http://blog.miescha.de/wp-content/uploads/2010/08/030820106791-768x1024.jpg" alt="" width="430" height="573" /></a><p class="wp-caption-text">Öko-Käse-Käse </p></div>
<p>Der Käse ist von demeter ausgezeichnet worden, denn bei einer Kundenbefragung wurde der Mondkäse zum Produkt des Jahres gewählt.</p>
<p>Zitat von <a href="http://www.demeter.de/index.php?id=1613&amp;tx_ttnews[tt_news]=441&amp;tx_ttnews[backPid]=1493&amp;cHash=b961f794c9" target="_blank">demeter.de</a>:</p>
<p>&#8220;Die  außergewöhnliche Herstellungsweise nach  kosmischen Konstellationen wie  von <a href="http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Maria_Thun" target="_blank">Maria Thun</a> [Link vom Autor] empfohlen, mit Aqua Luna  Wasser und Energetisierung des  Salzbads hat die Jury beeindruckt. Die  Idee dafür bekam die Molkerei  übrigens aus den Reihen der  Demeter-Landwirte. Umgesetzt wird sie durch  die Andechser Käsemeister,  die mit Erfahrungsweisheit und Sorgfalt den  würzig-pikanten,  vollmundigen Mondscheinkäse herstellen. <a href="http://www.andechser-molkerei.de/" target="_blank">www.andechser-molkerei.de</a>&#8220;<a href="http://www.andechser-molkerei.de/" target="_blank"><br />
</a></p>
<p>Mahlzeit mit mehr Mond!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://blog.miescha.de/?flattrss_redirect&amp;id=868&amp;md5=8b4cea8cd90af104d108fd287b85e59b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.miescha.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Handwerk, Rausch und Raufhändel</title>
		<link>http://blog.miescha.de/index.php/2010/06/10/handwerk-rausch-und-raufhandel/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 15:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleines Volksfest, in einer kleinen Stadt mit besoffenen Pöbelnazis schon am Vormittag. <a href="http://blog.miescha.de/index.php/2010/06/10/handwerk-rausch-und-raufhandel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kurz nach elf, das Museumsfest in Pasewalk hat gerade begonnen. Es soll ein Museumsfest zum Mitmachen sein in diesem Jahr. Die Sonne scheint, Gulaschkanone, Grill und Bierwagen stehen bereit. Der Veranstalter hat historisches Handwerk, eine Wikingertruppe, einen archäologischen Sandkasten und freien Eintritt aufgeboten, um direkt am Museum Pasewalk die Besucher in den Bann zu ziehen.  Freier Eintritt ist wichtig in einer Region, in der die Menschen zuallererst fragen, was das Buddeln oder Mitmachen kosten soll, bevor sie ihre Kinder von der Hand lassen. Ein liebevolles, kleines Fest.</p>
<p>Der Bierwagen wird seit seiner Öffnung von einer deutschnationalen Besuchergruppe belagert, denen das Bier nicht schnell genug in die Plastikbecher fließen kann. Als die Mittelalter-Band für die Bühne angekündigt wird, bewegen sich die tätowierten und in die Thor-Steinar-Sommerkollektion gekleideten Biertrinker in das kleine Zuschauer-Halbrund vor der Bühne. Dort hat es sich bereits ein Betrunkener gemütlich gemacht, der als Stadtstreicher den Samstagvormittag ebenfalls mit Bier in rauen Mengen begonnen hat. Die Braunen setzen sich in die leicht erhöhte dritte Reihe, der rotgebrannte Stadtstreicher sitzt ganz vorn, lallt vor sich hin und versucht Lieder anzustimmen. Schnell fliegen die ersten Beleidigungen hin und her, dann ein Stuhl. Andere Besucher springen auf, laufen in Richtung des Handwerkermarktes. Eine Schaustellerin wendet sich an den Veranstalter, der geht festen Schrittes in die Arena.  Er versucht herauszufinden, wer die Pöbeleien angefangen hat, warum der Stuhl geflogen ist.  Heftig gestikulierend steht er zwischen den Krawallbrüdern. Wie kleine Kinder stehen sich die Kontrahenten gegenüber, keiner wills gewesen sein. Der Veranstalter versucht zu beschwichtigen und macht klar, das rausfliegt, wer Ärger macht.  Die Stimmung bei den Besuchern ist gedrückt, die Empörung über das Nazi-Gepöbel wird nur hinter vorgehaltener Hand laut. Alle ärgern sich, eine Handhabe sieht keiner. Im Notfall müsse eben die Polizei geholt werden. Das mache dann aber einen schlechten Eindruck. Irgendwann beschränken sich die Nationalen aufs Biertrinken und grimmiges Blicken. Unter das Publikum mischen sich den ganzen Tag über auffallend viele Betrunkene, die es sich irgendwann auf der Blumenrabatte am Eingang zum Museumsfest gemütlich machen. Reichlich Schluck wird aus Flaschen und Bechern getrunken, Nachschub organisiert ein Läufer, der immer mal wieder zum Supermarkt um die Ecke schwankt.</p>
<p>Die späteren Besucher, darunter viele Kinder, sehen dann die sturztrunkenen Nazis an ihrer Bierbank hocken, am Eingang mussten sie schon an den friedlichen, aber lauten Trinkern vorbei. Immer wieder tuscheln Besucher, blicken auf den Eingang und den deutschnationalen Stammtisch. Die Verwunderung ist groß, die Empörung leise. Man traut sich nicht. Alle versuchen die Störer, die offensichtlich auf nichts anderes als Rausch und Raufhändel aus sind, zu ignorieren. Die in diesem Moment anscheinend einzig erfolgreiche Strategie, um das Problem nicht größer werden zu lassen.</p>
<p>Das liebevoll gestaltete Fest, mit tollen Ausstellern, 300 Gästen, lachenden Kindern, die vergnügt im archäologischen Sandkasten wühlen und Veranstaltern, die alles geben, um der Stadt und dem Museum Impulse zu geben, wird von ein paar Unbelehrbaren versaut. So beschissen kann Vorpommern sein.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Wahrheit weh tut</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 08:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Satz, der weh tut. Vor Lachen. <a href="http://blog.miescha.de/index.php/2010/05/24/wenn-wahrheit-weh-tut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe sehr lachen müssen, als ich, im Rahmen eines Gesprächs über Liebe und Ex-Freundinnen und Ex-Freunde, diesen Satz hörte:</p>
<p>&#8220;Sie hält mich für die Schlampe, die ich bin.&#8221;</p>
<p>Bauchschmerzen vor Lachen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Getroffen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 14:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>
		<category><![CDATA[miescha]]></category>
		<category><![CDATA[Rostock]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschäftsführer

Senator

Gewerkschafter

Abgeordneter

Historiker

Landschaftsökologin

Journalistin

Journalist

Postbotin

Geschäftsfrau

Stadtführerin

Studentin

Musiker

Literaturwissenschaftlerin

Sportlehrer

Gutachterin

Vermieterin

Imbissverkäuferin

Gaststättenbesitzer

Schnafferin

Lokführer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschäftsführer</p>
<p>Senator</p>
<p>Gewerkschafter</p>
<p>Abgeordneter</p>
<p>Historiker</p>
<p>Landschaftsökologin</p>
<p>Journalistin</p>
<p>Journalist</p>
<p>Postbotin</p>
<p>Geschäftsfrau</p>
<p>Stadtführerin</p>
<p>Studentin</p>
<p>Musiker</p>
<p>Literaturwissenschaftlerin</p>
<p>Sportlehrer</p>
<p>Gutachterin</p>
<p>Vermieterin</p>
<p>Imbissverkäuferin</p>
<p>Gaststättenbesitzer</p>
<p>Schnafferin</p>
<p>Lokführer</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Heimatpessimismus</title>
		<link>http://blog.miescha.de/index.php/2009/12/30/heimatpessimismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 16:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht]]></category>
		<category><![CDATA[Merkwürdigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Pasewalk]]></category>
		<category><![CDATA[Vorpommern]]></category>

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		<description><![CDATA[In groben Pinselstrichen sind Wolken an den grau blauen Himmel gemalt. Am Horizont hinter der Stadt tastet sich ein zartes orange-rot über den Wald und die Wiesen. Pasewalk liegt im Schlaf, tief und fest. Wenn die Stadt erwacht, wird ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In groben Pinselstrichen sind Wolken an den grau blauen Himmel gemalt. Am Horizont hinter der Stadt tastet sich ein zartes orange-rot über den Wald und die Wiesen. Pasewalk liegt im Schlaf, tief und fest. Wenn die Stadt erwacht, wird sie auch nicht vielmehr als träge sein. Die Zeit hat neue Wunden in die Stadt geschlagen, wieder fehlen Häuser, sind neue Leeren zwischen alten Quartieren gewachsen. Kurz hinter dem Markt schorft die nächste Zeile ihrem Ende entgegen.  Barock die Eingangstüren, mittelalterlich das Grünstück, modern der Verfall mitten in der Stadt. Fährt man mit der Bahn in die Stadt, aus Berlin kommend, sieht man zuerst die große gelbe Klinik auf einem bewaldeten Hügel stehen und kurz darauf die große St. Marien. Kirche und Krankenhaus, beide zu groß geraten für die kleine Stadt. Siebenhundert Jahre trennen die beiden, vereint sind sie in ihren Gründern. Hoffnungsfroh und stolz waren ihre Architekten, im vollen Glauben an die Zukunft der Stadt. Die Zeit hat alle überholt. Schön sind die beiden trotzdem, als wollten sie der Zeit doch trotzen, herausgeputzt und strahlend. Glitzernd und gelb die Klinik, feld- und backsteinschön Marie. Krankheit und Kirche seien die letzten Überlebenden hier, sagen Menschen zu ihren Füßen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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