Posts Tagged ‘miescha’

Getroffen

Dienstag, Februar 9th, 2010

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Journalist

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Den Bann gebrochen

Mittwoch, Dezember 3rd, 2008

Wie eine dressierte Ratte starre ich auf den Bildschirm. Das rot-weiße Bild auf dem flackernden Display fesselt mich seit Stunden, davor seit Tagen, eigentlich seit Wochen. Viel Zeit verbringe ich vor dem Rechner beruflich und auch privat, die rot-weiße Seite gehörte immer dazu. Fiebernd wartete ich auf den Moment, wenn der Plauderkasten anzeigte das ein Freund online ist, ob neue Nachrichten für mich eingetroffen sind oder sonstwer auf meiner Pinnwand rumschmiert.

StudiVZ hat mir Zeit gestohlen, meine Sitten verrohen lassen und mein Leben öffentlich gemacht. Damit ist jetzt Schluss. Wer mich erreichen will, der rufe bitte an oder schreibe eine E-Mail oder komme persönlich vorbei. Dieses Social-Networking-Getue ist eine Fata-Morgana, die Verbindungen vortäuscht wo gar keine sind, die Begehrlichkeiten weckt, Menschen und ihre Leben durchsichtig macht und das zwischenmenschliche, das wesentliche Handeln zukleistert und erschwert.

Singende, klingende Grabbelkiste

Samstag, November 1st, 2008

Danke Popkulturjunkie! Danke! Ich kann und will nicht den Anspruch erheben immer das tollste, schönste, neueste Gadget im Internet zu finden. Zum Glück gibt es Kollegen wie den Popkulturjunkie, die solche Sachen immer wieder auftun und es Gelegenheitssurfern wie mir ermöglichen die schönen, tollen und nützlichen Spielzeuge im Web in ihrem Gefolge auch zu entdecken.

“MTV Music” ist so ein Dienst. Popkulturjunkie schreibt: [...] eine Website, auf der bisher 22.000 Musikvideos und Ausschnitte aus MTV-Programmen zur Verfügung stehen. Das Besondere ist dabei nicht diese Zahl 22.000, die ist eigentlich recht überschaubar, wenn man bedenkt, wie viele Musikvideos es bei YouTube gibt (wahrscheinlich Millionen). Und sas Besondere ist auch gar nicht, dass die Videos nicht nur in den USA, sondern überall auf der Welt anschaubar sind (auch wenn man sich über diese Tatsache leider auch freuen muss). Das Besondere ist stattdessen, wie MTV die Clips präsentiert und es dem User überlässt, was er mit Ihnen macht. Denn: Alle 22.000 lassen sich in Blogs, Foren, etc. embedden – in perfekter Qualität und ohne die bei YouTube immer mitschwebende Gefahr, dass ein heute noch verfügbares Video morgen schon wegen irgendwelcher rechtlichen Probleme gelöscht wurde.[...]

Und es ist so einfach! Hier mal drei meiner Lieblingssongs mit ihren Videos:

David Bowie |MTV Music

Und weiter:

Talking Heads |MTV Music

Und noch eins, auch wenns nicht das Musikvideo, sondern eine schöne Collage ist:

Elton John |MTV Music

22.000 Videos aus dem MTV-Videoarchiv. Mainstream, Mainstream, Mainstream! Ja – genau. Richtig so! Für verwackelte, selbstproduzierte Indie-Mugge ist YouTube weiterhin der bessere Kanal.

Scheiße billig

Donnerstag, Oktober 30th, 2008

miescha

Als Vielreisender bin ich sanitär einiges gewohnt. Von der stinkenden Sickergrube auf einem Landbahnhof, na ja wenigstens haben die noch ein Scheißhaus, bis zum ultramodernen “MacClean” WC-Wellness-Tempel, habe ich schon fast alles erlebt.

Vor allem die “MacClean”-Bedürfnisanstalten sind angenehm, weil sie zum einen mehr Personal haben als mancher Kleinstadt-Bahnhof, und weil sie tatsächlich sauber und gepflegt sind. Unverschämt allerdings sind die Eintrittspreise zu den Schüsseln. Im Bahnhof Zoo in Berlin kostet die Erleichterung, egal ob groß oder klein, 1,10 Euro! Im Hauptbahnhof sind es 80 Cent. Ein fieser Drehkreuz-Automat verhindert den Eintritt zum Austritt solange man nicht passend gezahlt hat.

In Ludwigslust gibt es keine MacClean-Filiale, sondern noch immer eine Toilette. Genaugenommen sind es sogar zwei. Unisex und auch noch behindertengerecht dazu ,sind die Toilletten rund um die Uhr zugänglich, was schon eine zu würdigende Seltenheit ist. Am Bahnhof Alexanderplatz in Berlin zum Beispiel sollte man zwischen 23 und 6Uhr Blase und Pupe zusammenkneifen, wenn weder pinkeln noch kacken sind in dieser Zeit wegen Verschluss der Örtlichkeit möglich. In Ludwigslust dagegen öffnen 20 Cent den komfortablen Kackschrank, wann immer nötig es nötig macht. 20 Cent – scheiße billig! Der Preis ist allerdings so niedrig, dass er auch gemeinen Klosettpapier-Dieben ihr Handwerk erleichtert. Drei Rollen für 20 Cent – die gibt’s nicht mal bei Aldi.

Danke! Danke! Danke!

Samstag, Oktober 4th, 2008

von Michael Fengler

Ein Kronkorken ploppte fröhlich, der Verfasser dieses Blogs grinste im Kreis und fühlte wohlige Wärme aufsteigen. Im September haben die Besucherzahlen dieses Blogs nämlich eine Schallmauer durchbrochen. Mehr als eintausend unterschiedliche Besucher hat die Statistik erfasst. Eine zweite, zum Nachprüfen, hat die Zahlen mit kleinen Unterschieden bestätigt.

Damit hat sich der Anstieg der Besucherzahlen fortgesetzt. Allen Lesern herzlichen Dank fürs Vorbeisurfen und Weitersagen.

Alles neu

Donnerstag, Oktober 2nd, 2008

von Michael Fengler

Ich arbeite seit Montag bei der Jugendwelle des Rundfunk Berlin Brandenburg. Kurz: Fritz. Dort werde ich gerade als Executive Producer eingearbeitet, das Engagement bei Motor FM ist beendet.

Mitten in Afrika

Sonntag, September 28th, 2008

Geburtstagsessen mit Freundin und Freundin. Ziel: Das Restaurant Bantou Village in der Kameruner Straße, gleich um die Ecke meiner neuen Residenz. Ein wenig Angst schwang vor dem Besuch mit, denn vor drei Tagen war die Speisekarte aus dem Schaukasten verschwunden.

Auf einer kippligen Bank an einem Tisch mit Sonnenblumendecke sitzen wir. Laute afrikanische Musik rhythmisiert durch den Raum, im Fernseher und auf der Leinwand laufen Boxkämpfe. Wir sind, abgesehen vom freundlichen Personal, die einzigen Gäste. Beck’s und Warsteiner werden als Aperitif gereicht, leider kann die Köchin keine Vorspeisen anbieten; zum Glück, wie sich später herausstellen soll.

Eine Speisekarte gibt es nicht. Die beleibte Köchin erzählt kurz was die Küche heute hergibt. Wir können zwischen Fisch mit Bananen und Gemüse mit Ochsenschwanz wählen. Zweimal Fisch und einmal Gemüse ordern wir. Beck’s und Warsteiner gehen als Zwischengänge durch den Hals, ihre appetitsteigernde Wirkung soll sich später noch als segensreich erweisen.

Die Wartezeit auf’s Abendessen wird uns gerade ein bisschen lang, als eine große Platte aus Richtung Küche zu uns getragen wird. Darauf zwei Fische, der eine so lang wie mein Unterarm, der andere etwa halb so groß, goldbraun gegrillt, frische Zwiebelringe und Zitronenscheiben locker darüber gestreut, verführerisch würzig duftend. Wir staunen. Es folgen: eine Platte mit gebratenen Bananenscheiben, die süß-buttrig in unsere Nasen steigen, ein großer Teller Reis, eine Platte mit einem Ragout aus Erdnüssen und Mangold(?), darin Teile vom Ochsenschwanz. Über dem Tisch hängt eine verführerische Duftwolke in der sich Fisch, Gemüse und Reis vermengen. Uns schießt das Wasser im Mund zusammen.

Der Fisch ist eine Offenbarung! Gegrillt, versteckte Schärfe, das Fleisch fest und schmackhaft. Die Gabeln fliegen zwischen Tellern und Fisch hin und her. Begleitet wird der Fisch von köstlichen gebratenen Bananenscheiben. Der Bananengeschmack ist intensiv und wird von einer buttrigen Note unterstützt, leckere Röstaromen rutschen mit durch den Mund.

Den Reis mischen wird mit dem Ragout, dass eine feine bittere Note und einen intensiven Erdnussgeschmack hat. Die Bittere und das Erdnussaroma werden immer intensiver je weiter das Gericht abkühlt. Die Ochsenschwanzteile sind zart und bissfest, der Geschmack des Rindfleischs verbindet sich überraschend gut mit dem Ragout.

Mit nicht zu kaltem Bier geht dieser Festschmaus herrlich runter. Völlig platt, mit dicken Bäuchen, fettigen Fingern und immer wieder mit der Zunge über die Lippen fahrend, endet der Ausflug in die afrikanische Küche. Vom Fisch bleibt nichts als der abgenagte Kopf, die Gräten und Flossen übrig, das Ragout verliert sich in kläglichen Resten auf der Servierplatte, der Reis ist alle, die letzten Bananenscheiben gehen als kleines Dessert weg.

Das Staunen über die schiere Menge des leckeren Essens setzt sich an der Kasse fort. Für die Platten voller Bananen, Reis, Fisch, Ragout und 8 Biere werden ganze 44 Euro fällig. Kostenlos dazu gab’s freundlichen, afrikanisch gelassenen Service und lustige Musikvideos vom schwarzen Kontinent.

Neu hier

Freitag, September 26th, 2008

von Michael Fengler

Ab sofort soll es auch am Wochenende neuen Lesestoff geben, bisher war das hier ja eher ein Werktagsblog. Morgen und am Sonntag stehen hier neue Texte.

Ypsilantis Telefonproblem

Sonntag, September 21st, 2008

Andrea Ypsilanti ist einem so genannten “Spaß-Telefonat” des niedersächsischen Privatsenders ffn auf den Leim gegangen, sie wollte das Gespräch nicht freigeben, ihr Fraktionsgeschäftsführer Mende hat die Ausstrahlung dann endgültig untersagt. Das Gespräch tauchte aber einen Tag später in einer durchproduzierten Version bei You Tube und anderen Videoportalen auf. Soweit so bekannt.

In einschlägigen Foren wie diesem wird eifrig über das Telefonat und seine Veröffentlichung debattiert. Den dämlichsten Beitrag lieferte allerdings am 19.09. ein Mann, der es eigentlich besser wissen müsste. Christoph Lemmer, Radiojournalist in Berlin, drückte sich ein buntes Potpourri aus Halbwissen und politischer Meinungsmache aus dem Rücken. Reichweitenstark, die Internetseite Radioszene.de wird stark von Radiomachern und -hörern frequentiert.

Nach der Lektüre des Artikels habe ich mich gefragt, wie er wohl reagierte, wenn man ihn telefonisch danach fragte, ob er die süße Senderchefin damals wirlich gebumst habe, um den Job als Nachrichtenchef zu bekommen und die Antwort dann so breit wie möglich veröffentlichte. Oder nach den demokratischen Prinzipien in Redaktionen von Privatsendern oder seinem Parteibuch oder seinen Gehaltsverhandlungen, dem Gesundheitszustand seiner kranken Mutter, seiner Bewerbung bei einem anderen Sender, obwohl er noch festangestellt ist….Das ließe sich beliebig lange fortsetzen…

Das Mittwochsblog

Mittwoch, September 17th, 2008

Jetzt ist das hier auch selbsreferentielle Scheiße. Mir ist beim Studium der Zugriffszahlen aber ein, wie ich finde, lustiges Phänomen aufgefallen. Miescha.de verzeichnet im Schnitt am Mittwoch die meisten Zugriffe, sonntags ist hier dagegen so gut wie gar nichts los. Damit das hier nicht vollends zur Nabelschau wird, werfe ich einmal ein Stöckchen in die Blogosphäre, um einmal die durchschnittlichen Zugriffshöhepunkte in den geliebten Nachbarblogs herauszufinden.