Posts Tagged ‘Wahnsinn’

Frau gegen Frau im Schnee

Sonntag, Januar 17th, 2010

Draußen faucht Sturmtief Daisy mächtig und wirbelt Schnee über die Äcker, direkt auf die Straßen. Kathleen Dehmel arbeitet im Cockpit ihres 18 Tonnen-LKWs dagegen an. Die 27jährige mit den dunkelblond-gelockten Haaren fährt für die Straßenmeisterei Kröpelin im Winterdienst.

Kathleen Dehmel im Cockpit ihres Iveco-Schneeräumfahrzeugs

Kathleen Dehmel im Cockpit ihres Iveco-Schneeräumfahrzeugs

Vom Einsatzleiter hat sie vor wenigen Minuten ihre Räumungs-Route für bekommen. „Wir fahren jetzt von Kröpelin nach Kühlungsborn und dann nach Neubukow. Das ist erstmal unsere Richtung.“, sagt Dehmel. Mit 22 Kollegen ist sie derzeit in 3 Schichten im Einsatz. 14 Räumfahrzeuge sind unterwegs, um die Straßen im westlichen Landkreis Bad Doberan freizuhalten. Sie macht den Job aus purer Begeisterung. „Das ist schon schön, wenn der Schnee vom Pflug so zur Seite fliegt. Das macht richtig Spaß. Und die Technik hat mich auch immer interessiert. Man ist auch draußen in der Natur und sieht, was man macht.“, erklärt die junge Frau. Der Sturm schleudert immer mehr Schnee auf die Straße. Schon kurz hinter Kröpelin liegen die ersten Verwehungen. Routiniert drückt Demel den kleinen Hebel am Pult rechts neben sich, um den Schneepflug zu senken und drückt einen darunterliegenden, grünen Knopf. „Damit mach ich den Streuer an. So, jetzt sind wir durch. Ich mach das Pflug wieder hoch. Fertig.“, sagt sie fröhlich. Das war noch leicht. Als der LKW wenig später aus der Kühlung – dem Waldstück vor Kühlungsborn – herausfährt, ist die Straße vom Schnee verschluckt und dichte Schneewirbel drücken heftig gegen den LKW. „Man sieht die Straße ja gar nicht mehr. Oh!“, ist Dehmel kurz überrascht.

Kurz vor dem Ortsausgang Kühlungsborn in Richtung Wittenbeck.

Kurz vor dem Ortsausgang Kühlungsborn in Richtung Wittenbeck.

Wie eine weiße Wand stehen die Schneewehen bis in die Straßenmitte. Kathleen Demels Blick ist hochkonzentriert, mit fester Hand hält die zierliche Frau das Lenkrad unter Kontrolle. Der LKW rüttelt, kämpft, tanzt und bricht hinten leicht aus. „Man muss dann mit ruhiger Hand gegenhalten und auf die Bewegungen des LKW achten.“, sagt sie routiniert. Gefühlvoll gibt sie Gas, kuppelt und schaltet – der LKW brummt mächtig, bleibt aber nicht stehen. Bis nach Kühlungsborn bleibt das Schiebeschild unten. Im Ort fährt sie auf einen Parkplatz und telefoniert mit der Einsatzleitung. „Die Straße wird immer enger, da müsste man nochmal drüber.“, schätzt sie ein. Die Räumungsroute wird verkürzt aus der Einsatzzentrale verkürzt. Dehmel muss jetzt die wichtige Verbindung zwischen Kühlungsborn und Kröpelin offen halten, entscheidet der Einsatzleiter nach ihrer Einschätzung. „Wir fahren da jetzt noch dreimal rauf und runter, dann dürfte die Straße wieder offen sein.“, gibt Dehmel sich zuversichtlich. Aber die Räumung ist schwieriger als gedacht. „Man sieht ja fast gar nichts mehr. Das weht ganz schön heftig rüber.“, sagt sie angespannt. An den Bäumen orientiert sich Dehmel jetzt und den Leitpfosten, wo sie noch zu sehen sind. Ins Schwitzen kommt sie dabei aber nicht. „Das ist ja nicht viel anders als PKW fahren. Man hat hier nur mehr Gänge. Das lernt man schnell.“, bemerkt sie. Dreimal räumt Kathleen Dehmel die Straße, dann fährt sie zurück zur Zentrale. Von dort geht es mit neuen Anweisungen wieder los.

Kathleen Dehmel vor ihrem Iveco.

Kathleen Dehmel vor ihrem Iveco.

Langweiliger Straßenbahnjob

Freitag, Januar 15th, 2010

Seitlich gebeugt sitzt die Fahrerin der großen, gelben Straßenbahn in ihrem Cockpit. Leise summend fährt ihre tonnenschwere Maschine an. Auf der Kreuzung vor ihr, nur wenige Meter entfernt, eilen noch immer Menschen über die Gleise. Wie so oft an der Ecke Müllerstraße/Seestraße rennen die Fußgänger über die Kreuzung, bemerken dabei aber nicht, dass die Ampel für die Kreuzung der Straßenbahngleise Rot zeigt, weil eine Tram kommt und Vorrang hat. Schon oft hat es hier beinahe zwischen Mensch und Maschine gekracht und die Bimmel der Straßenbahn lang und aufgeregt geklingelt. Nur heute eben nicht, als sie den einen letzten Sprinter vor sich nur knapp verfehlt. Die Warnbimmel war nicht zu hören. Entspannt zur Seite gebeugt, rollt die Fahrerin an die Haltestelle und während sie an mir vorbeifährt sehe ich, wie die junge Frau mit den rötlichen Haaren auf einem Handy herumtippt. Auf der Straße ist es ihren Augen wohl zu langweilig.

Nur mit Baugenehmigung!

Sonntag, Dezember 7th, 2008

Bereits am 30.08.2008 entdeckte ich in einem Prenzlauer Supermarkt Weihnachtsbedarf. Auf die Frage, ob die Lebkuchen und Dominosteine nicht bis Jesu Wiegenfest trocken würden, antwortete die Verkäuferin nur achselzuckend mit: “Schon möglich.”

Ganz bestimmt nicht trocken wird untenstehendes Meisterwerk heimischer Plätzchen- und Vorweihnachtsbackkunst. Nur einen Hauch Puderzucker mehr, und die süße Hütte stürzt zusammen. Bauherrin Hanne H. versicherte, dass solcherlei Werk auch noch ohne Baugenehmigung in deutschen Küchen errichtet werden darf.

Herzhaftes Hexenhaus

Danke für das Foto an Hanne H.

Wirbelstrommusik

Freitag, Oktober 24th, 2008

In drei Reihen stehen die Trommler. Der Rhythmus treibt, die Zuschauer zappeln, trippeln, wanken, klatschen und quietschen zwischendurch immer wieder vergnügt. Die Sambucus spielen den Rathaussaal in Trance, ich versinke in meinen Gedanken, sehe nichts, höre nur auf die Musik. Ich sitze auf dem Rand der kleinen Bühne, die ich den ganzen Abend über immer wieder mit Moderationen bespielt habe. Das erfrischende Bier nach der Versteigerung wirkt nach, ich bin ganz bei mir selbst und von der Musik gefangen.

Zwischendurch hatte es den Anschein, als sei die Rostocker Rathaushalle zur Rostocker Rathaus-Turnhalle geworden. Rollstuhlfechter, Kampfsportgruppen, Line Dancer, Seniorentanzgruppen und Performance-Tänzerinnen. Immer wieder hüpften, sprangen, tanzten viele Menschen über die Bühne. Die Nacht der Kulturen verwandelte das Rathaus in eine große Bühne. Im Sitzungssaal der Bürgerschaft drängten sich die Besucher, der Eingang musste mehrmals geschlossen werden, weil es einfach zu voll war. Gleich vor dem Eingang die Schlemmermeile auf der man sich einmal rund um die Welt mampfen konnte.

Die Eintrittspreise waren gepfeffert – für Rostocker Verhältnisse. 10 Euro an der Abendkasse und keine Gruppentickets. Trotzdem waren mehr als 3000 Menschen im Rathaus. Bis unters Dach hatte Bunt statt Braun das alte Haus mit Kultur vollgestopft. 600 Künstler allein im Programm. Musik vom Einwanderer-Frauenchor über Klezmer bis hin zu Tribal-Klängen in Beratungsräumen, Sälen und Foyers. Im Ratskeller die Salsa-Merengue-Samba-Hölle, schwitzende Tänzer, euphorische Musiker und literweise Coktails. Mir schwirrt der Kopf, das Gesicht juckt ein bisschen. Bis vor kurzem zierten mich eine geschminkte schwarze Stupsnase und Schnurrhaare. Als Katerchen stiefele ich durch die Menschenmenge von einer Moderation zur nächsten. Hatte den Mund zu voll genommen, als ich auf den Schmink- und Quizzstand des Zoos hingewiesen hatte. Die Schmink-Ankündigung einzulösen war Ehrensache.

Als Katerchen, wahlweise auch Hase oder Ratte, zog ich auch die Versteigerung des Udo Lindenberg Likörells durch. Der Meister hatte sein Werk extra für Rostock angefertigt, am Abend sollte es für den guten Zweck unter den Hammer kommen. Als ich die Versteigerung übernehme liegt der Preis bei gerade mal 250 Euro, mögliche Bieter sind zurückhaltend, viele Menschen laufen einfach vorbei. Ich klatsche laut in die Hände, hebe die Stimme und der Budenzauber beginnt. Schwitzend brülle ich das aktuelle Gebot ins Foyer, zeige auf Bieter, witzele darüber das die chronisch klamme Stadt mitbietet. Spreche mögliche Bieter gezielt an. Der Preis steigt und steigt. 777 Euro sind es plötzlich, dann 888, Stadt und ein Privatmann sind mitten in einer Bieterschlacht. Ich locke, schmeichele, rufe, singe die Zahlen fast und es geht weiter. Ich schwitze immer mehr. Bei 1100 Euro stockt der Bieterkampf kurz, ich rufe den aktuellen Preis, nehme den Hammer in die Hand. 1100 Euro zum Ersten – Eine Bieterin läutet eine weitere Runde ein. 1150, der Privatbieter hebt erneut die Hand 1200, die Stadt legt nochmal 20 Euro drauf, der Privatmann ruft 1250. Den Hammer in der Hand nehme ich das Gebot an, schaue nochmal in die Runde, zum Ersten, rufe den Preis erneut, zum Zweiten, der Hammer winkt durch die Luft – zum Dritten. Verkauft! 1250 Euro für den guten Zweck.

Mit heiserer Stimme schleiche ich zum Catering, trinke etwas, esse eine Kleinigkeit. Gehe zurück in die Rathaushalle und genehmige mir ein Bier. Minuten später bin ich wieder auf der Bühne, interviewe, kündige an, schäkere mit den Besuchern. Die Sambucus sind um kurz nach 23Uhr vor der Bühne, legen ohne Moderation los. Der Boden bebt. Ich versinke im Rhythmus.

Alarmierende Postmoderne

Samstag, Oktober 18th, 2008

von Dr. Carsten Schmidt

Dr. Schmidt ist ein echter Abenteurer! In der chinesischen Ferien-Rush-Hour stürzt er sich wagemutig in das Menschenmeer, kommt beinahe mit dem Gesetz, in jedem Fall aber mit einer Frau in Konflikt und reibt sich am Kunstmuseum verdattert die intellektuellen Augen.

Shanghai bietet viel für Touristen, wenngleich in der zentral befohlenen Urlaubszeit im Oktober so viele Chinesen von Ulumuqi und anderen Provinzen kommen, dass die Stadt noch mehr aus den Nähten platzt als sonst schon. So zwänge ich mich früh morgens von einem Drehkreuz in der U-Bahn zum nächsten und hoffe, dass die Dame am Schalter meine Karte die richtige Strecke auf meine Karte geladen hat. Es wird sehr eng und ich presse meine Finger um die Tasche. Die soziale, klaustrophobische Fern- und Nahdiagnose meiner Mit-Steher beinhaltet Knoblauch, transpirative Anstrengung und einige Überraschungen mehr. Puh, nächste Station People´s Square, also der Platz des Volkes. Ich steige aus. (weiterlesen…)

Riesenrad ohne Gondeln

Samstag, Oktober 4th, 2008

von Dr. Carsten Schmidt

Dr. Schmidt setzt seine Beobachtungen zum Mitbewohnerhuhn Phoebe fort, radelt einfach los und stolpert über einen Vergnügungspark. Bilder seiner schicksalhaften Begegnungen sind neu und im Artikel zu finden.

«Nehmen Sie den Hund zurück!», ruft der Hausmeister Hü Yoan auf Chinesisch, der im Block sauber macht, in welchem ich wohne. Jedenfalls glaube ich das. Er verweigert mit dem Satz jedoch nicht etwa eine Restaurantbestellung, sondern hat Angst vor einem kleinen weißen Rawuff, der ab und an auch das Huhn Phoebe mit Angstschauern belegt. (weiterlesen…)

Mitten in Afrika

Sonntag, September 28th, 2008

Geburtstagsessen mit Freundin und Freundin. Ziel: Das Restaurant Bantou Village in der Kameruner Straße, gleich um die Ecke meiner neuen Residenz. Ein wenig Angst schwang vor dem Besuch mit, denn vor drei Tagen war die Speisekarte aus dem Schaukasten verschwunden.

Auf einer kippligen Bank an einem Tisch mit Sonnenblumendecke sitzen wir. Laute afrikanische Musik rhythmisiert durch den Raum, im Fernseher und auf der Leinwand laufen Boxkämpfe. Wir sind, abgesehen vom freundlichen Personal, die einzigen Gäste. Beck’s und Warsteiner werden als Aperitif gereicht, leider kann die Köchin keine Vorspeisen anbieten; zum Glück, wie sich später herausstellen soll.

Eine Speisekarte gibt es nicht. Die beleibte Köchin erzählt kurz was die Küche heute hergibt. Wir können zwischen Fisch mit Bananen und Gemüse mit Ochsenschwanz wählen. Zweimal Fisch und einmal Gemüse ordern wir. Beck’s und Warsteiner gehen als Zwischengänge durch den Hals, ihre appetitsteigernde Wirkung soll sich später noch als segensreich erweisen.

Die Wartezeit auf’s Abendessen wird uns gerade ein bisschen lang, als eine große Platte aus Richtung Küche zu uns getragen wird. Darauf zwei Fische, der eine so lang wie mein Unterarm, der andere etwa halb so groß, goldbraun gegrillt, frische Zwiebelringe und Zitronenscheiben locker darüber gestreut, verführerisch würzig duftend. Wir staunen. Es folgen: eine Platte mit gebratenen Bananenscheiben, die süß-buttrig in unsere Nasen steigen, ein großer Teller Reis, eine Platte mit einem Ragout aus Erdnüssen und Mangold(?), darin Teile vom Ochsenschwanz. Über dem Tisch hängt eine verführerische Duftwolke in der sich Fisch, Gemüse und Reis vermengen. Uns schießt das Wasser im Mund zusammen.

Der Fisch ist eine Offenbarung! Gegrillt, versteckte Schärfe, das Fleisch fest und schmackhaft. Die Gabeln fliegen zwischen Tellern und Fisch hin und her. Begleitet wird der Fisch von köstlichen gebratenen Bananenscheiben. Der Bananengeschmack ist intensiv und wird von einer buttrigen Note unterstützt, leckere Röstaromen rutschen mit durch den Mund.

Den Reis mischen wird mit dem Ragout, dass eine feine bittere Note und einen intensiven Erdnussgeschmack hat. Die Bittere und das Erdnussaroma werden immer intensiver je weiter das Gericht abkühlt. Die Ochsenschwanzteile sind zart und bissfest, der Geschmack des Rindfleischs verbindet sich überraschend gut mit dem Ragout.

Mit nicht zu kaltem Bier geht dieser Festschmaus herrlich runter. Völlig platt, mit dicken Bäuchen, fettigen Fingern und immer wieder mit der Zunge über die Lippen fahrend, endet der Ausflug in die afrikanische Küche. Vom Fisch bleibt nichts als der abgenagte Kopf, die Gräten und Flossen übrig, das Ragout verliert sich in kläglichen Resten auf der Servierplatte, der Reis ist alle, die letzten Bananenscheiben gehen als kleines Dessert weg.

Das Staunen über die schiere Menge des leckeren Essens setzt sich an der Kasse fort. Für die Platten voller Bananen, Reis, Fisch, Ragout und 8 Biere werden ganze 44 Euro fällig. Kostenlos dazu gab’s freundlichen, afrikanisch gelassenen Service und lustige Musikvideos vom schwarzen Kontinent.

Brutale Lebenswirklichkeit

Mittwoch, September 24th, 2008

miescha

“Orgasmus vortäuschen ist wie junge Hunde für falsches Benehmen belohnen. Ist zwar Scheiße, man machts aber trotzdem.” – sprach kürzlich eine mir bekannte junge Dame.

Mein Weltbild bröselt weiter.

Return in Pounds

Donnerstag, September 18th, 2008

Von Dr. Carsten Schmidt

Konfuzius sagt, dass auch der weiteste Weg mit dem ersten Schritt beginnt. Traditional Breakfast in Heathrow war meiner nach Asien, natürlich serviert von einem Inder. Aber wie kam es dazu? Tegel war die Ausgangsstation meiner Reise, wo ich am British Airways Schalter den erschütternden Satz bejahen musste: «Sie haben mehr als ein Gepäckstück!” Ja, ich freches Stück habe mehrere von denen. Dumm für mich, aber «Coline” sagt mir durch ein zuckersüßes Lächeln den gesalzenen Preis von 113 € für den zweiten Koffer, dessen Inhalt ich in den nächsten Monaten in China brauchen werde. Dass mein erstes Stück reichlich mehr als 30 kg hatte, stört Coline nicht.

Nun dauerte es im digitalen Zeitalter, um einen Zettel zu bekommen, bis London, wo mir eine hektisch drein blickende Mitarbeiterin von Kenya Airlines einen halben Meter Faxpapier entgegen feuert, gleich neben dem absurd toleranten multi-faith prayer room, wo also ganz gewiss Moslems neben Juden beten. Nun mag man bei der Dame vom Faxpapier glauben, man könne nicht hektisch blicken, aber wer hektisch gestikuliert und geht und spricht?

Wenige security announcements später – während ich mich frage, warum neben der Liste der Hausweine ein Plakat von Amy Winehouse hängt – will Ralf aus Zwickau das was alle Männer wollen: Traditional Breakfast. Seine Tochter schaut nicht hektisch, aber angewidert in die Karte und hilft pionierhaft dem vermutlich völlig verzweifelten Vati, der in seinen Reiseverbindungen nach der Rückfluggesellschaft schaut. Warum der Kellner-Inder für Schinken auf Ei die Lufthansa wissen bräuchte, weiß Vati Ralf auch nicht. Seine Tochter erklärt es ihm: Das Restgeld ist in Pfund. Vati schürzt die Lippen und macht wissend «mhhh”. Dann wird es ihm aber doch zu bunt, verbessert zu werden, und er sagt: «Ich unterhalte mich hier mit dem Herrn Wetherspoon, also bitte!”

Dr. Carsten Schmidt ist ein Freund und Kollege aus Studientagen, der in China Deutsch und Englisch unterrichten soll. Seine Texte erscheinen auch beim Nachbarn Christian Kohlhof.

Mit dem was der mir namenlose Inder der Firma Wetherspoon zum Glück alles so nicht weiß oder versteht, kann man wohl Bibliotheken füllen. Glücklicher Inder!

Dr. Schmidt in Schanghai

Montag, September 15th, 2008

Ich freue mich sehr an dieser Stelle Dr. Carsten Schmidt vorstellen zu dürfen. Er hat an der Universität Potsdam vielbeachtet über Felix Weltsch promoviert, wir kennen uns aus Rostock, wo wir einige Jahre gemeinsam studiert und gearbeitet haben.

Carsten Schmidt ist ein bemerkenswerter Autor und Pointenkünstler. Er hat unter anderem für Universal gearbeitet, deutschen Top-Musikern Texte geschrieben und auf Berliner Kleinkunstbühnen für Jubelstürme gesorgt.

Carsten schreibt zukünftig in diesem Blog über seine Erlebnisse als Deutsch- und Englischlehrer in China. Noch vor seiner Abreise hat er bekräftigt, dass es bei ihm nicht um Hundefleisch oder Tigerpenispulver gehen wird.

Gestern ruderte er nach eigenem Bekunden an Bord einer China-Galeere von Heathrow nach Shanghai. in der Zwischenzeit dürfte er angekommen sein. In lockerer Folge wird er seine Texte nun hier und wenig später auch beim Nachbarn roetel veröffentlichen, den ich an dieser Stelle ebenfalls empfehlen möchte.