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	<title>miescha.de &#187; Waren</title>
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	<description>[ erwarte das Leben ]</description>
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		<title>Kachelmann, Spargel und Beischlaf</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 13:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miescha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Wochenendausflug mit gepflegtem Halbwissen. <a href="http://blog.miescha.de/index.php/2010/06/04/kachelmann-spargel-und-beischlaf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Schwarm Silberdrosseln zetert, gackert, prustet, schwatzt auf den engen Notsitzen am Durchgang zwischen den Wagen. Jörg Kachelmann sorgt für Empörung mit großer Lautstärke, hochgezogenen Augenbrauen und viel &#8216;hmm, ja, ganz schlimm&#8217;. Jede Drossel piept ein, zwei vermeintliche Details aus den Kolportagen des Boulevard und formt damit für den Schwarm und alle anderen Mitreisenden das Bild eines verabscheuungswürdigen Wettercasanovas, der all seinen Liebschaften den selben Kosenamen gegeben haben soll und den partnerschaftlichen Geschlechtsverkehr nur<br />
ruppig zu vollziehen wüsste. Lustig wäre er im Fernsehen aber immer gewesen, der doppelgesichtige Verdammungswürdige, weil er einmal &#8216;Arsch-Affen-Burg&#8217;, ja, &#8216;Arschaffenburg&#8217; statt Aschaffenburg gesagt habe. Und wenn man schon mal untenrum beim Wetterman unterwegs ist, lässt es sich auch prima über den Geruch von Urin reden, weil das Wetter ja so kühl und der Spargel so teuer seien in diesem Jahr. Daher riechts bei der Blasenentleerung nicht so stark wie im letzten Jahr um diese Zeit im Speziellen und ihre Pisse sei sowieso geruchsarm im Allgemeinen, fügt eine der Drosseln an. Die Geräuschintensität der daheim im Nest gebliebenen Silberdrosselmännchen variiert den glucksend und kichernd, mit allerlei Zoten angereichert vorgetragenen Details von angenehm leise bis holzfällerlaut. Der Schaffner muss im Flirtgewitter kurz den Weg zum Zugklo und dessen Zustand erläutern, der Schwarm auf Freiflug muss den flaschenweise geleerten Sekt entsorgen. Edeltraud, Ingrid, Brigitte und ihre drei namenlosen Gefährtinnen zwitschern zunehmend fröhlich und laut desweiteren über Freundinnen, die zu blöd zum Rolltreppe fahren, zu langsam am Kuchenbüffet und auf Ausflügen desorientiert und zum Glück für diesen Ausflug zu Hause geblieben seien. Der reisegeile Trupp lacht über gemeinsame Erlebnisse in Südeuropa bei den feurigen Italienern und behaarten Griechen, streitet über den alten Namen von St. Petersburg -man einigt sich auf Leningrad, nachdem Stalingrad mit Verweis auf Geschichtskenntnisse ausschied &#8211; und witzelt immer wieder über die zunehmende Zahl der Gebrechen ihrer Männer. Der von Heidelinde soll ja auch mal, genau wie der Kachelmann, mit Gewalt, direkt nach dem Abendessen &#8211; italienisch &#8211; versucht haben Heidelinde zum Verkehr zu zwingen.</p>
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